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Familienpolitik

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Familien geben Geborgenheit, Sicherheit, Selbstvertrauen und Mut. Sie brauchen die Politik auf ihrer Seite, und wir haben in den letzten Jahren bereits viel bewegt: Mehr Kindergeld, familienfreundliche Steuerreform, mehr Wohngeld und Bafög. Aber es gibt viel zu tun. Ich will in den kommenden vier Jahren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Eine gute Ganztagsbetreuung muss uns gelingen. Deutschland muss das kinderfreundlichste Land in Europa werden.

www.gerhard-schroeder.de Famile Statement

Statt die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zu fördern, schafft die Union materielle Anreize, sich zwischen Familienarbeit und Erwerbsarbeit zu entscheiden. Dahinter steht das alte Familienbild vom arbeitenden Vater und der sich um die Kinder kümmernden Mutter. Eine solche Politik geht an den Bedürfnissen der heutigen Familien vorbei. Sie wollen nicht durch staatliche Förderung nahegelegt bekommen, wie sie die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder organisieren. Was sie wollen ist Wahlfreiheit zwischen Kindererziehungszeiten ohne Berufstätigkeit, Kombinationen von Beruf und Kindern und die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere.

www.gruene.de   Themen  Kinder und Familie

 

Die Entmachtung der Familie

Steht hinter der sozialen Haltung des Staates, Krippenplätze für werktätige Mütter zur Verfügung zu stellen, eine ganz andere Absicht - nämlich das Bestreben, das Kind zum Staatseigentum zu machen?

Von Diethelm Raff

Die sogenannte Globalisierung ist ein Trick. Mit ihr begründen sowohl die linken Zentralisten als auch die Vertreter der Großkonzerne, daß sie uns Menschen alles wegnehmen wollen, was dem Zusammenleben der Bürger dienlich ist und das selbstbestimmte Leben ermöglicht. Dazu gehört nicht nur die Zentralisierung aller Lebensbereiche durch die Verschiebung von Entscheidungskompetenzen auf Kantons- oder Bundesebene und noch weiter auf EU- oder UNO-Ebene bzw. sonstigen internationalen Absprachegremien. Dazu gehört auch, daß man den Schutz der Bürger vor dem Zugriff der Globalisierungsdespotie aufhebt. In diesem Rahmen ist es auch zu sehen, daß es die Familie als natürliche und ursprüngliche Form des Zusammenlebens nicht mehr geben soll und die Erziehung aus den Händen der Eltern genommen wird.

Für die Durchsetzung der Globalisierung braucht es willfährige Menschen, die nirgends verbunden sind und deshalb die Entscheidungen der' führenden Eliten' in ihren Absprachegremien folgsam ausführen. Deshalb darf es keine selbstbestimmten Bürger mehr geben, sondern nur noch 'korporierte Bürger'.

Die unabhängige Familie aber kann das Heranbilden von Untertanen stören. Deshalb muß ihr die Erziehung von Kindern entrissen werden. Die Familie darf darüber hinaus nicht mehr die natürliche und grundlegende Einheit der Gesellschaft sein, wie sie in den allgemeinen Menschenrechten richtigerweise bezeichnet wird (Art. 16.3). Wir müssen aber feststellen: Der Mensch kann nur frei sein, wenn er als soziales Wesen zumindest in der Familie sein Leben frei gestalten kann. Deshalb wird die Familie in allen demokratischen Staaten vor dem Zugriff des Staates in besonderer Weise geschützt. Und deshalb haben die Eltern ein besonders geschütztes Erziehungsrecht.

 

Verwaltungseinheit statt seelischer Heimat

In der globalisierten Welt soll es diese Familie nicht mehr geben. Familie wird deshalb zu einer Verwaltungseinheit des Staates umgedeutet und damit ihres besonderen Schutzes entledigt: Rund um die Welt definieren die Anhänger der Globalisierung die Familie plötzlich als das „Zusammenleben von verschiedenen Personen für eine bestimmte Zeit". Eine Wohngemeinschaft gilt deshalb ebenso als eine Familie wie Bauarbeiter, die für einige Wochen in Baracken zusammenwohnen. Die Familie verliert damit ihre eigentliche Bedeutung. Auch im marxistisch inspirierten Wort der Kirchen in der Schweiz vom September 2001 wird Familie nur noch als „Zusammenleben von Erwachsenen mit Kindern" bezeichnet und als „soziologisch anerkannte Institution, die für das Fortbestehen der Gesellschaft unabdingbar ist".

Das entspricht weder dem katholischen Naturrecht, noch dem internationalen Recht, noch den psychologischen Erkenntnissen über die Beziehungsbildung bei Menschen. Familie heißt nämlich auch, daß man für andere Menschen lebenslang Verantwortung übernimmt, zuerst die Eltern für die Kinder und im Erwachsenenalter auch die Kinder für die Eltern, Familie bedeutet, den Kindern den Gang ins Leben zu ermöglichen, mit ihnen Gemeinschaft zu verwirklichen, nicht nur am selben Ort zu leben, ihnen Grundlagen für das Leben in vielerlei Hinsicht zu bieten, sowohl was die seelische Sicherheit angeht als auch was viele Fähigkeiten angeht, die für ein gemeinschaftliches Leben nötig sind. Die Familie fördert die Verbundenheit und hilft, Sittlichkeit zu entwickeln, Konflikte im Sinne des Gemeinwohls zu lösen, fähig zu werden, soweit es die Gesundheit erlaubt, einen Beitrag für alle zu leisten. Die Förderung von Familie, in der diese Ansprüche so weit wie möglich verwirklicht werden, ist Voraussetzung für ein glückliches Zusammenleben von Eheleuten und für das gemeinschaftliche Zusammenwirken von Menschen auf allen Ebenen.

 

Marxisten & Großkapital für Globalisierung

Wir wundern uns manchmal, daß die Aufhebung des eigenständigen Bürgers und aller vom Staat unabhängiger Zusammenschlüsse so schnell voranschreitet und fragen uns, welche Kräfte da zusammenwirken. Eine öffentliche Antwort hat kürzlich einer der marxistischen Chefideologen in der Schweiz, Jakob Tanner, gegeben. Er erklärte an einer Veranstaltung mit Gesinnungsgenossen, daß die Marxisten in der Schweiz bis 1991 keine Chance hatten, ihre Ideen durchzusetzen. Nach der EWR-Abstimmung ('Europäischer Wirtschaftsraum') von 1992 seien FDP-Vertreter der Großkonzerne jedoch auf sie zugekommen und hätten erklärt, jetzt müßten endlich die alten Mythen über die Schweiz aufgehoben werden. Tanner und seine Kollegen bekämen nun sogar Platz im führenden Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz, um damit anzufangen. Erstaunlicherweise, so Tanner weiter, habe die Redaktion von Bilanz den Titel seines Beitrages gegen das schweizerische Selbstverständnis noch verschärft.

Nachdem Tanner jahrelang wegen seiner diktatorischen marxistischen Einstellung nicht zum Professor an der Universität Zürich ernannt worden war, haben ihm seine Förderer aus den Kapitalkreisen eine Professur ermöglicht.

 

Staatliche Erziehungskontrolle

Mit diesen Tatsachen im Hintergrund, so können wir uns auch direkt am Kommunistischen Manifest orientieren, um zu erfahren, was uns diese neue Koalition aus Marxisten und Großkonzernen aufzwingen will. Dort steht: „Wir Kommunisten entreißen die Erziehung dem Einfluß der herrschenden Klasse, (...) indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen" (Marx, Engels: Manifest der kommunistischen Partei, Dietz Verlag Berlin 1970, S. 63). Marx und Engels stellten zehn Punkte auf, die sie ausdrücklich als „despotische Maßregeln" bezeichneten. Mit diesen sollte ihre Diktatur durchgesetzt werden, zu der ausdrücklich die Abschaffung der Gewaltenteilung gehört und ebenso die Abschaffung der bürgerlichen Freiheiten wie Gewissens- und Religionsfreiheit. Einer dieser zehn Punkte ist die „öffentliche und unentgeltliche Erziehung aller Kinder" (S. 66/67).

Auf UNO-Ebene findet die Abschaffung der Familie seit dem Kinderrechts-Gipfel mit der Kinderrechts-Konvention von 1989 statt. In dieser Konvention wird, neben verschiedenen sinnvollen Artikeln, das Recht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder massiv eingeschränkt. Diese Konvention wurde von fast allen Staaten der Welt unterschrieben, ohne daß eine Diskussion unter den Bürgern stattgefunden hätte. Die Schweiz hat diese Konvention - im Moment noch mit einem Vorbehalt bezüglich der Elternrechte - angenommen, setzt sie aber innerhalb des Departements der trotzkistischen Innenministerin Ruth Dreifuss in allen Teilen schnell um. In Deutschland sorgt dafür die in der DDR sozialisierte Christine Bergmann, die erklärt: „Familie ist dort, wo Kinder sind. Punkt." (21.7. 98 auf dem Klartext Forum).

Beobachten wir also genau: Beispielsweise lesen wir am 13. März 2002 in der Neuen Zürcher Zeitung den Titel: „Kleinkinder brauchen mehr als die Mutter". Im Inhalt lesen wir, daß der Staat für Kleinkinder Kinderkrippen bereitstellen soll. Da die Meinungsmanipulatoren die Parole durchgegeben haben, daß jede neue Forderung positiv für möglichst alle Menschen klingen muß, ohne daß jemand Nachteile zu befürchten hat (die sogenannte Win-Win-Strategie), wird auch der schädliche Verlust der Mutter für Babys und Kleinkinder über lange Tageszeiten umformuliert als Gewinn für das Kind.

In der Schweiz ist der ideologische Stoßtrupp für die Auflösung der Familie die 1995 gegründete Eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen (EKFF), deren Präsident seit mehr als zwei Jahren Jürg Krummenacher ist. In dieser Kommission sitzt wohl ein Vertreter von Pro Familia, aber kein Vertreter der großen schweizerischen familienfördernden Organisationen. Durch die Umdeutung des Familienbegriffs im Innenministerium von Ruth Dreifuss treten ja seit kurzem auch Marxisten mit Vehemenz für die 'Unterstützung der Familien' ein, vor allem für das Vereinnahmen der familiären Aufgaben durch den Staat. Auf parlamentarischer Ebene dient dafür die Initiative von Jacqueline Fehr (Sozialistische Partei). Die Initiative will in der Schweiz 60'000 bis 100'000 zusätzliche Krippenplätze schaffen, die aber wegen des besseren Klanges 'familienergänzende Betreuungsplätze' genannt werden.

Aus der marxistischen Logik ergibt sich, daß die Betreuung von Kleinkindern unter staatliche Kontrolle gebracht werden muß. Deshalb darf es keine privaten Einrichtungen geben oder noch weniger gestandene, erfahrene Eltern als Betreuer für Notfälle - beispielsweise als Lösung innerhalb der Gemeinden. Man unterstellte deshalb die Kleinkindbetreuer der staatlichen 'Qualitätskontrolle', die sicherstellt, daß die Betreuer mit einer 'Ausbildung' auf die richtigen ideologischen Wege eingespurt werden. Andere private Angebote sollen möglichst keine Unterstützung erhalten.

 

Haben die Eltern ihr Erziehungsrecht verloren?

An der Jahrestagung der Koordinationskommission für Familienfragen fordert nun Mireille Chervaz Drame, die Leiterin der Genfer Zulassungsstelle für Betreuungsplätze, der Staat solle zusammen mit der Wirtschaft und den Eltern die Verantwortung für die Kleinkinderziehung übernehmen. Das bedeutet im Klartext, Eltern können von den Gemeinden oder von ihrer Firma einfordern, daß sie finanziell für ihre Kinder aufkommen und für diese einen Betreuungsplatz anzubieten haben.

Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, daß die Eltern ihr Erziehungsrecht für ihre eigenen Kinder verlieren, weil sie nicht mehr alleine die Verantwortung tragen. Den Eltern wird damit das Recht genommen, ihre Kinder gemäß ihren eigenen Werten zu erziehen.

Damit der Einfluß des Staates auf die Kinder schneller durchgesetzt werden kann, forderte diese Eidgenössische Kommission, daß die Kinderzulage nicht mehr den einzelnen Kantonen untersteht, sondern dem Bund. Damit soll den Bürgern die Möglichkeit in den einzelnen Kantonen genommen werden, über diese Maßnahme abzustimmen, sie ihren eigenen Wünschen entsprechend zu regeln. Zentralisiert können auch leichter die UNO-und EU-Normen übernommen werden.

Mit diesen Maßnahmen wird darüber hinaus die Forderung der marxistischen Feministen in der UNO umgesetzt, die in allen UNO-Dokumenten der 90er Jahre (wie beispielsweise in der Agenda 21) die Einrichtung von Kinderkrippen als Voraussetzung für die Umgestaltung von Werten, Einstellungen, Verhalten, Kulturen und Strukturen in der ganzen Welt fordern.

Es wundert also nicht, daß an der Jahrestagung der Eidgenössischen Koordinationskonferenz für Familienfragen erklärt wurde, die „Bereitstellung von familienergänzenden Betreuungsangeboten" zähle „zu den wichtigsten Elementen der Familienpolitik".

Die Meinungsmanipulatoren lieferten an dieser Tagung gleich auch eine ideologische Begründung für die Trennung von Mutter und Kind schon im frühesten Alter: In der ganzen Geschichte seien die Kinder von mehreren Personen betreut worden und nicht nur von der Mutter. Das sei sogar sinnvoller als die alleinige Erziehung durch die Mutter. Da schon das Baby Interesse an den Mitmenschen zeige, sollten deshalb auch andere Erwachsene und Kinder in den Alltag integriert werden.

Diesen Argumenten kann unter dem Vorbehalt zugestimmt werden, daß in der Vergangenheit die anderen Erzieher fast immer Großeltern, Verwandte, große Geschwister oder teilweise Nachbarn waren, zu denen das Kind über lange Jahre eine Verbundenheit entwickeln konnte, was tragende menschliche Beziehungen ermöglichte.

Das ist nicht zu vergleichen mit Angestellten, die nach ein oder zwei Jahren nicht mehr im eigenen Umfeld vorhanden sind, selbst wenn die Betreuer emotional sehr zugewandt sein sollten. Außerdem war das kleine Kind früher normalerweise nicht über viele Stunden von den Beziehungspersonen getrennt.

Die Schlußfolgerung des oben erwähnten Berichts lautet: Eine Kinderkrippe sei für die kindliche Entwicklung ein Vorteil. Doch dies widerspricht völlig den wissenschaftlichen Erkenntnissen.

 

Gestörte Kindesentwicklung

Wir wissen aus den Ostländern (vor allem aus der DDR und Tschechien), wie schädlich die Kinderkrippen für die Kinder sind, weil sie eine lange Trennung von der Mutter beinhalten. Das stört oder verunmöglicht gar die Beziehungsbildung und die Schaffung des Urvertrauens, das für das gesamte Lebensgefühl des Menschen von größter Bedeutung ist. Von Tschechien wissen wir, daß dort die Kindersterblichkeit sehr hoch war, die Kinder einen massiven Entwicklungsrückstand hatten, aggressiver waren und weniger kooperativ. (DUNOvsky, J.: Morbidität von Kindern in Kinderkrippen in der Tschechoslowakei. In: Der Kinderarzt. 21. Jahrgang, S. 1180-1187).

Die negativen Auswirkungen der fast vollständig durchgeführten Krippenerziehung in der Tschechoslowakei und in der DDR waren so massiv, daß sogar der kommunistische Staat Tschechoslowakei in den 80er Jahren anfing, die Erziehung in der Familie zu fördern.

Wird vor allem ein unter drei Jahren altes Kind in der Kinderkrippe betreut, so fehlt ihm die emotionale Konstanz mit der Hauptbindungsperson, die für die Entwicklung des Urvertrauens notwendig ist. Ein Kind, das sich nicht auf die Mutter verlassen kann, weil sie für dieses Kind über lange Strecken des Tages nicht erreichbar ist, bleibt innerlich unruhig. Selbst wenn sich Kinder in der Kinderkrippe äußerlich anpassen, was oft nicht der Fall ist, können bei ihnen massive psychische Störungen entstehen. Aufgrund solcher wissenschaftlicher Ergebnisse schickt man Kinder frühestens mit drei Jahren in den Kindergarten - viel eher aber zu einem späteren Zeitpunkt, und dort auch nur für zwei oder drei Stunden, damit das Kind nach dieser Zeit wieder die Hauptbeziehungsperson - normalerweise die Mutter - erreichen und erleben kann. Unter diesen Umständen kann der Kindergarten gerade für Einzelkinder, die nicht unter Nachbarskinder eingebunden sind, ein Vorteil sein - falls der Kindergarten darauf ausgerichtet ist, eine Gemeinschaft zu bilden. Dann kann das Kind Kooperation erlernen.

Je nach Alter ist eine Abwesenheit von vier bis sechs Stunden für Kinder über drei Jahren ein Problem; auch weil die einzelnen Kinder emotional nicht in gleicher Weise angesprochen werden können wie durch die Mutter. Hinzu kommt, daß in der Kinderkrippe oder im Kindergarten viele Kinder im selben Alter durch einen einzigen Erwachsenen betreut werden.

 

Kinder erziehen statt betreuen

Gezielt ausgeblendet wird in der neuen Rechtfertigungsideologie für staatliche Erziehung, daß ein Kind erzogen werden muß. Betreuung alleine reicht nicht aus. Erziehung beinhaltet, daß sich Eltern mit den Kindern innerlich so weit verbinden, daß sie ihnen Zuwendung und Orientierung geben, zuverlässig sind und nicht nur während der Arbeitszeit vorhanden.

Es ist nötig, daß wir Bürger aufmerksam die Vorgänge in der Welt verfolgen, daß wir die Bedingungen für ein friedliches Leben formulieren, verbreiten und miteinander diskutieren. Dazu gehört auch der Aufbau tragender Beziehungen in der Familie. Auf diese Weise werden wir den Grund für die schnelle Zerstörung der Grandlagen für ein friedliches Zusammenleben besser verstehen. Dann können wir einfordern, wie wir unser Leben selbstbestimmt leben wollen. Wir dürfen es nicht zulassen, daß eine kleine Clique - sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene - die Menschen in diktatorische, kriegerische Verhältnisse stürzt und uns das Leben aus reinem Machtstreben oder aus geo-strategischen Rohstoffinteressen heraus zur Hölle macht. Ein entschlossenes Zusammenstehen gegen diese Angriffe auf die Kultur der Liebe und des Friedens ist gefordert.

 

Zahlen zum Thema

Stetig steigende Lebenshaltungskosten zwingen immer häufiger beide Elternteile zur Arbeit außer Haus. So lag die Gesamtabgabenlast bei durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen in Deutschland im Jahre 1960 unter 18 Prozent, heute liegt sie über 40 Prozent. Der Bund der Steuerzahler geht sogar von über 50 Prozent aus.

In Deutschland arbeiteten 43 Prozent (West), bzw.65 Prozent (Ost) aller Mütter mit Kindergartenkindern Teil- oder Vollzeit (Stand 2000). Bei Grundschulkindern war die Prozentzahl noch leicht höher. Bei Müttern mit Kleinkindern waren es bereits 23 Prozent (West), bzw. 27 Prozent (Ost).

Damit die Mütter das nötige Geld beschaffen können, müssen mehr Kinderkrippenplätze her: Die Schröder-Regierung forderte deshalb die Schaffung von weiteren Betriebskindergärten, während Edmund Stoiber die Zahl der Krippenplätze in Bayern mittelfristig von 13'000 auf 250'000 erhöhen will.

 

Das Wahlprogramm der Grünen forderte eine Elementarbetreuung für Kinder schon ab einem Jahr. Eine im Juni 2001 veröffentlichte Statistik listet in Prozenten auf, wie viele Kinder unter drei Jahren in verschiedenen Staaten fremdbetreut werden: Tschechien:1%; Österreich:4%; Deutschland:10%; Frankreich: 29%; England: 34%; Norwegen: 40%, Schweden: 48%, USA: 54%; Dänemark: 64%.

ben

 

Die Mama als Lehrerin

Wir Völker deutscher Sprache haben an der viel zitierten Pisa-Studie zu kauen, die unserem Schulsystem alles andere als gute Noten bescheinigt. Doch die öffentlichen Schulen Amerikas besitzen einen noch schlechteren Ruf. Deshalb stehen dort Privatschulen oder der Heimunterricht in hohem Kurs.

Vor allem das Home Schooling legt deutlich zu: Immer mehr Eltern unterrichten ihre Kinder selbst. Im vergangenen Jahr waren das immerhin gegen eine Million Kinder. Man rechnet, daß es jedes Jahr 15 Prozent mehr werden. Denn in allen nationalen Vergleichen schneiden Kinder, die zu Hause bei ihren Eltern in die Schule gehen, deutlich besser ab als ihre Altersgenossen in den öffentlichen Schulen.

Das ist dem amerikanischen Erziehungsministerium so peinlich, daß ein in diesem Sommer veröffentlichter Bericht zu diesen Vergleichsstudien die Eigeninitiative solcher Eltern verschweigt und bloß von „öffentlichen" und „nichtöffentlichen" Schulen spricht. In Kalifornien geht man sogar so weit, den Eltern verbieten zu wollen, ihre Kinder selbst zu unterrichten, wenn sie keine staatlich anerkannte Lehrerausbildung haben.

Die Vertreter der Heimunterricht-Bewegung lachen nur über diesen Einschüchterungsversuch des Staates. Gary Kreep, Kopf der US. Justice Foundation, bringt die Sache auf den Punkt: „Einigen Beamten ist der Heimunterricht ein Dorn im Auge, weil er die letzte Bastion der unabhängigen Denker ist, die letzte Bastion von Eigenständigkeit."

ben

Quelle: Zeitenschrift Nr. 36

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