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Political Correctness

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DIE FÜNFTE KOLONNE

Von Benjamin Seiler / Zeitenschrift Nr. 35

Jim Traficant ist seit 18 Jahren demokratischer Kongreßabgeordneter der USA. Jetzt steht er wegen angeblicher Korruption vor Gericht. Die Presse hängt ihm überdies Verbindungen zur Mafia an. Und eine Zeugin behauptete sogar, er habe sie ermorden lassen wollen. Das war eine Lüge; die Frau gab zu, vom FBI zu dieser Falschaussage genötigt worden zu sein. Bei alledem fällt auf, daß Traficants Parteikollegen ihm nicht etwa helfen, sondern alles tun, damit er noch tiefer im Treibsand versinkt.

Kenner geben dem Prozeß gegen Traficant nicht viel Chancen. Für sie sind die Vorwürfe allesamt aus der Luft gegriffen. Sie glauben, daß es gar nicht so sehr um eine gerichtliche Verurteilung Traficants geht, sondern vielmehr darum, ihn öffentlich durch die Medien zu 'bestrafen' und politisch zu erledigen. Denn Jim Traficant steht auf der Abschußliste von AIPAC. Dieses Kürzel bedeutet Amercan Israel Public Affairs Committee. AIPAC ist die einflußreichste politische Interessengruppe in Amerika und stellt die Speerspitze der Israellobby dar. Über diese Organisation schrieb der bekannte Zeitungskommentator Vince Ryan: „In den Augen der Welt sind Israel und die Vereinigten Staaten untrennbar miteinander verknüpft. Amerikas Zukunft ist an Israel gebunden und Israels Zukunft wird durch die Vereinigten Staaten gewährleistet. Der Grund hierfür ist die Macht der amerikanischen Israellobby im allgemeinen und des American Israel Public Affairs Committee im besonderen, welches eine Zweidrittelmehrheit zu jeder gewünschten Gesetzesvorlage aufbieten kann." AIPAC ist mächtiger als die Anti Defamation League, die jüdisch kontrollierte Gedankenpolizei in der USA (siehe Artikel: „Diffamierung ist Programm“).

Jim Traficant hat nun als einer der wenigen amerikanischen Politiker den Fehler gemacht, die einseitige Nahostpolitik der USA immer wieder scharf zu verurteilen. Genauso wie die schwarze demokratische Kongreßabgeordnete Cynthia McKinney, die überdies Präsident Bush vorwirft, er würde die Wahrheit über die Terroranschläge auf das World Trade Center vertuschen . Auf diese beiden „Antisemiten" haben sich die amerikanischen Medien seit längerem eingeschossen. (Uns Deutschsprachige erinnert dies stark an die Debatte MöllemannFriedman, welche in den vergangenen Wochen Deutschlandbeschäftigte).

Weshalb gerade das amerikanische Justizministerium (dem das FBI untersteht) so vehement gegen Jim Traficant vorgeht, liegt wohl an einer schattenhaften Gruppierung namens Nesher (hebräisch für 'Adler'). Ihre Mitglieder besetzen viele Schlüsselpositionen des USJustizministeriums und vertreten in erster Linie die Interessen Israels. Der Investigationsjournalist Andrew St. George brachte vor wenigen Jahren erst die Existenz von Nesher an die Öffentlichkeit.

Das Problem der zweifachen Loyalität

Jeder Doppelbürger kann in seinem Leben mit der Situation konfrontiert werden, daß er sich zwischen den beiden Vaterländern entscheiden muß. Welchem Land gehört im Zweifelsfall die größere Loyalität, wenn die Interessen beider Staaten aufeinanderprallen? Diese Frage stellt sich vor allem für die Juden in der Diaspora. Ihrer Geburt nach sind sie beispielsweise Deutsche, Schweizer, Australier oder Amerikaner; ihrer Tradition nach aber Juden und somit automatisch Bürger von Israel. Die Antwort auf diese Loyalitätsfrage gab indirekt Tachles, das jüdische Magazin der Schweiz. In der Ausgabe

vom 23. November 2001 wird in einem Interview mit dem israelischen Professor Daniel Schwartz festgehalten: „Die schweizerische Erde hat für Juden auch nicht die Heiligkeit der Erde Israels.”

Auch die amerikanische Erde ist vielen Juden nicht so wertvoll wie jene Israels. Man muß als Jude schon einen besonders unparteiischen Gerechtigkeitssinn besitzen, will man den israelischen Staat nicht einfach partout verteidigen, selbst wenn sich das Land in einer Zerreißprobe befindet wie gerade jetzt. Das weiß auch die israelische Regierung. Im März 2002 rief David Ivry, Israels Botschafter in den USA, die jüdischen US-Bürger vehement zur Solidarität mit Israel auf: „Jetzt ist die Zeit, um sich in Ihren Gemeinden, im Kongreß und in den Medien für Israel stark zu machen."

Aus diesem Grund dient die offizielle US-Politik im Nahen Osten schon lange nicht mehr den ureigenen Interessen Amerikas. Dazu ein Beispiel von vielen: Die US-Friedensdelegation unter Denis ROSS, welche Präsident Clinton seinerzeit in den Nahen Osten geschickt hatte, setzte sich nur aus Juden zusammen, von denen die meisten familiäre Verbindungen in Israel hatten. Wie wenig objektiv diese (erfolglose) Mission war, zeigte sich etwa daran, daß die Amerikaner damals offiziell nicht länger von den besetzten Gebieten ('occupied territories') sprachen, sondern nur noch von den „umstrittenen" ('territories in dispute') Gebieten.

Gerade die Clinton-Administration war in einem Maße von pro-israelischen Interessen beeinflußt wie keine USRegierung zuvor. Wie bereits Präsident Harry Salomon Truman, der sich seine Wahl in letzter Minute durch eine Spende eines Zionisten über zwei Millionen Dollar hatte sichern können, wollte Bill Clinton unbedingt die jüdischen Wählerstimmen und Wahlspenden.

Eine solche Politik ist selten zum Besten Amerikas. Zu dieser Ansicht gelangte sogar ein ehemaliger Anarchist und Marxist: Bill White ist zwar erst 25 Jahre jung, doch hat der Amerikaner bereits eine schillernde Rebellenkarriere hinter sich, die in einer radikalen Kehrtwende mündete. Heute hat er eine neue Arbeiterbewegung gegründet, die mit dem politischen 'Links-Rechts-Schemadenken' aufräumt und bereits Zehntausende Amerikaner anspricht. In einem Interview mit American Free Press, der größten unabhängigen Wochenzeitung Amerikas, sagte Bill White im Januar 2002: „Früher hielt ich die Judenthematik für vernachlässigbar, bis ich sah, wie ihre Politik die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon provoziert hatte. Ich erkannte, daß es heute wahrscheinlich kein wichtigeres Politikum in den Vereinigten Staaten gibt, als den jüdischen Einfluß auf Regierung und Medien zu stoppen."

Auf den Tag genau ein Jahr vor den gräßlichen Anschlägen auf das amerikanische Selbstverständnis schrieb Vince Ryan, der geschäftsführende Herausgeber von American Free Press, in einer Kolumne: „Womit wir in den USA konfrontiert sind, ist eine subversive 'Fünfte Kolonne'. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte, die wir kennen, ist eine große mächtige Nation von einer anderen Nation ohne militärische Siege übernommen worden. Und dennoch wagen es nur wenige, offen über diese tödliche Bedrohung für unsere Souveränität zu sprechen. Das wichtigste Werkzeug Israels in den Vereinigten Staaten ist die Anti Defamation League (ADL), die als inoffizieller Arm für den israelischen Geheimdienst Mossad fungiert. Der Mossad ist bestrebt, alle patriotischen Bestrebungen und patriotischen Führer niederzuwerfen. Der einzige Nationalismus, den die ADL toleriert, ist der israelische Nationalismus. Was Amerika betrifft, Israels Milchkuh, so ist nur eine globale Sicht erlaubt, wie sie den zionistischen Interessen dient."

Charley Reese, ein weiterer US-Kommentator, schrieb im Dezember 2000 die bitteren Worte: „Ich fürchte, die Wahrheit ist, daß die Palästinenser ihre Unabhängigkeit so lange nicht erhalten werden, bis die Amerikaner sich die ihre wieder erkämpfen. Die israelischen Besatzungskräfte halten die Palästinenser nieder, und unsere Regierung scheint von der Israel-Lobby gefangen zu sein."

Spionieren für Israel

Wer als US-Bürger die Interessen Israels über alles setzt, wird unter Umständen sogar die Grenzen der Legalität überschreiten. Das zeigte sich beispielsweise an John Deutch. Der einst unbekannte Chemieprofessor zeichnete sich nur durch seinen glühenden Zionismus aus. Doch plötzlich machte er eine steile Karriere und wurde von Bill Clinton Mitte der Neunziger Jahre zum CIA-Direktor ernannt. Deutch genoß die Unterstützung von AIPAC, der Israellobby. Wenige Jahre später stand der Geheimdienstchef vor Gericht: Ein interner Bericht an das Verteidigungsministerium sprach 1998 davon, daß unter Deutch Hunderte, wenn nicht Tausende von Geheimnissen dem Zugriff fremder Nachrichtendienste ausgesetzt waren. Außerdem kam heraus, daß John Deutch auffallend engen Kontakt zum damaligen israelischen Botschafter in Washington pflegte. Eliahu Ben-Elissar aber war ein Mossad-Agent.

Gegen Deutch (der übrigens einen israelischen Paß besitzt) wurde ein Verfahren eingeleitet, weil er entgegen den Vorschriften auf seinen privaten Laptop-Computer streng geheime Informationen kopiert hatte. Zu welchem Zweck, und ob sie sonst noch jemand eingesehen hat, ist nicht bekannt. Pikant und ein kaum zu glaubendes Sicherheitsrisiko: Mit demselben Computer hatte der CIA-Direktor auch privat im Internet gesurft und sich zu Hause massenhaft Material von Pornografie-Anbietern heruntergeladen.

Belangt wurde John Deutch indes nie, weil er von Bill Clinton begnadigt wurde. Das war eine der letzten und äußerst kontroversen Amtshandlungen des scheidenden US-Präsidenten. Es besteht der begründete Verdacht, daß Clinton zu diesem Schritt gezwungen wurde (mehr dazu finden Sie unter www.zeitenschrift.com/marcrich.ihtml).

Im März 2002 flog der größte israelische Spionagering in den USA auf: Etwa 120 junge Israelis - getarnt als Kunststudenten - hatten sich unerlaubten Zutritt zu bewachten Regierungsgebäuden und Militärbasen verschafft und Fotos gemacht. Sie hatten zudem Angestellte des Justiz und Verteidigungsministeriums verfolgt und ihre Privathäuser ausspioniert.

In einem inoffiziellen Bericht der amerikanischen Drogenbehörde werden über 180 solcher Zwischenfälle aufgelistet. Diese falschen Studenten sollen in Wahrheit Agenten von elektronischen Überwachungseinheiten der israelischen Armee sein.

Es zeugt für die Macht der Israel-Lobby, daß das Justizministerium dementiert und offiziell behauptet, es handle sich bei diesen Meldungen nur um ein Gerücht. Ganz anderer Meinung sind jedoch die bespitzelten Drogenpolizisten. Ein Mitarbeiter des Justizministeriums sagte Journalisten gegenüber: „Unsere hohen Tiere wollen sich daran nicht die Finger verbrennen, ebensowenig wie das FBI, weil es Israel betrifft."

Israel mag seinen 'engsten Verbündeten' zwar ausspionieren, doch man kann seinen Vertretern nicht vorwerfen, daß sie die Amerikaner nicht vorgewarnt hätten. Als sich in den 70er Jahren Abgesandte der Carter-Regierung mit hochrangigen Offizieren der israelischen Armee getroffen hatten, riet ihnen Schlomo Inbar vom israelischen Nachrichtendienst, besser sämtliche Informationen mit Israel zu teilen, die es verlange: „Alles, was ihr uns vorenthalten solltet, werden wir euch sowieso stehlen."

Damals hatten die Amerikaner dies als israelischen Humor abgetan; sie erkannten nicht, daß diese Worte ernst gemeint waren.

Der Verrat von US-Geheimnissen an Israel ist beileibe kein Einzelfall. Dies gilt vor allem im militärischen Bereich. Theodore Postol ist Physiker am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der führende Experte für Weltraumwaffen. Im Dezember 2000 nannte er das von Ronald Reagan eingeleitete und von George W. Bush wieder aufgenommene Weltraum-Raketenabwehrprogramm einen unvorstellbar teuren Schwindel. Seit der Reagan-Ära hat die SDI-Forschung den amerikanischen Steuerzahler weit über 100 Milliarden Dollar gekostet. Trotz dieser Kritik aus berufenem Munde wollen die Sicherheitsstrategen des Weißen Hauses diese 'Star Wars-Technologie' mit allen Mitteln vorantreiben. Viele von ihnen sind stahlharte Israelfreunde. Und das ist wohl auch die Erklärung für ihre kompromißlose Unterstützung des SDI-Programmes: Zwar wird man das eigentliche Ziel dieser militärischen Forschung wohl nie erreichen, aber immerhin werden - sozusagen als Nebenprodukt - neue, hochmoderne Waffensysteme entwickelt. Amerikanische Kriegstechnologie, die jeweils erstaunlich schnell ihren Weg in die Hände Israels findet, nicht immer auf ganz legalem Weg. Kritiker des SDI-Programmes vermuten, daß es vor allem um eines geht: Amerika soll für teures Geld Waffen entwickeln, die Israel dann von getreuen USRegierungsbeamten zugeschanzt werden. Daß dies wiederholt geschehen ist, läßt sich beweisen. Vieles müssen die Israelis indes gar nicht erst stehlen, weil sie es im Rahmen der offiziellen amerikanischen Militärhilfe sowieso gratis erhalten.

Neben Israel sind natürlich auch andere Staaten an US-Waffentechnologie interessiert. Israel merkte deshalb schnell, daß sich auf diesem Weg viel Geld verdienen läßt. Also begann das kleine Land 1981 damit, heimlich moderne amerikanische Waffensysteme an das kommunistische China zu verkaufen. Bis Ende der 80er Jahre zahlten die Chinesen dafür über zwölf Milliarden Dollar an Israel. In den Neunziger Jahren wurde Israel immer dreister und verkaufte noch mehr geheime US-Technologie an Amerikas größten Widersacher.

1999 flog dieser Handel auf und es kam in den USA zu einem erstaunlich großen Skandal, der aber schnell wieder unterdrückt wurde.

Auch das spricht für die Macht der amerikanischen Israellobby: Amerikas 'engster Verbündeter' verscherbelt Waffen an Rotchina, die nicht zuletzt für den möglichen Einsatz gegen diesen ideologischen Widersacher der USA entwickelt worden waren - und es geschieht nichts.

Andererseits soll der Irak erneut bombardiert werden, weil Saddam Hussein keine amerikanischen Chemiewaffeninspektoren ins Land läßt - wo doch Israel bekanntermaßen eine Atommacht ist und sich strikte weigert, den Amerikanern oder irgendeinem anderen Land Einblick in die eigene atomare Vernichtungsmaschinerie zu geben. Israel, das Insider für die drittgrößte Atommacht der Welt halten, entzieht sich beharrlich jeglicher Kontrolle.

Die eigene Haut ist Israel eben immer noch am nächsten. Das mußten auch die Amerikaner mehr als einmal schmerzlich spüren: Ohne Vorwarnung griffen die Israelis 1967 vor der Küste Palästinas das amerikanische Überwachungsschiff USS Liberty an und töteten 34 Seeleute. Der Vorfall wird bis heute von beiden Seiten als bedauerlicher Unfall heruntergespielt, obwohl Vorwürfe laut wurden, die Israelis hätten damit verhindern wollen, daß die Amerikaner ihre Nase in die israelische Kriegführung in den frisch besetzten Gebieten steckten.

Im Oktober 1983 starben 241 amerikanische Marinesoldaten, als arabische Selbstmordattentäter eine Baracke bei Beirut in die Luft sprengten. Die amerikanischen Truppen sollten als Puffer zwischen der israelischen Armee und den palästinensischen Terroristen dienen, nachdem die Israelis den Libanon angegriffen hatten und es zu den fürchterlichen Massakern in den Flüchtlingslagern von Sabra und Schatila gekommen war (siehe auch www.zeitenschrift.com/sharon.ihtml).

Der ehemalige Mossadagent Victor Ostrovsky, der zwei Bücher über seinen ehemaligen Arbeitgeber geschrieben hat ('Geheimakte Mossad', 1996 & 'DerMossad', 2000), behauptet, die Israelis hätten von dem geplanten Attentat gewußt, ihre amerikanischen Verbündeten jedoch absichtlich nicht gewarnt. Sie hatten nämlich gehofft, dieser Anschlag auf den US-Stützpunkt würde die amerikanisch-arabischen Beziehungen vergiften.

Da stellt sich die beklemmende Frage, ob Israel wohl auch über die geplanten Terroranschläge in New York und Washington informiert gewesen war - und geschwiegen hatte. Immerhin war der israelische Staat der offensichtlichste Nutznießer der Tragödie vom 11. September 2001, wie wir bereits verschiedentlich dargelegt haben. In der Tat gibt es einige Hinweise, die einen solchen Schluß nahelegen. Sollten sich die Beweise für eine israelische Vorkenntnis dieser Attacken erhärten, werden wir unsere Leser darüber aufklären.

Die geduldige Milchkuh

Trotz alledem bleibt Israel der weitaus größte Empfänger amerikanischer Steuergelder; seit 1949 sind es mehrere hundert Milliarden Dollar, wobei ein Teil der Israelhilfe versteckt hinter anderen Budgetposten ausbezahlt wird. Daneben erhält Israel von den USA viele Kredite zugesprochen, selbstverständlich zinslos. Die meisten von ihnen werden nie zurückbezahlt, weil nämlich das amerikanische Volk für Israels Schulden haftet. Viele dieser Kredite werden von den verantwortlichen Regierungsbeamten einfach 'vergessen'.

Damit die US A überhaupt Kredite an Israel vergeben können, muß das nötige Geld bei der privaten US-Notenbank aufgenommen werden. Weil diesem Bankenkonsortium der amerikanische Dollar gehört, müssen die Vereinigten Staaten für das geliehene Geld Zinsen an die Federal Reserve Bank bezahlen. Das gesamte Geld wird jeweils zu Beginn des Jahres an Israel überwiesen. Alle anderen Länder erhalten ihr Geld jedoch in Raten über das Jahr verteilt. Allein diese terminliche Vorzugsbehandlung Israels kostet den amerikanischen Steuerzahler 80 Millionen Dollar jährlich an Zinsen. Andererseits erhält Israel zu Jahresbeginn so viel Geld, daß im Moment gar nicht alles verwendet werden kann. Deshalb investiert die israelische Regierung einen Teil dieses Geldgeschenkes in amerikanische Staatsanleihen, worauf die US-Bürger erneut Zinsen bezahlen müssen.

Das Christentum - ein Auslaufmodell?

Das amerikanische Volk wird gehirngewaschen. Man verdreht die traditionellen christlichen Werte so lange, bis der US-Bürger nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht. All dies geschieht unter dem Deckmantel des Liberalismus, des Rassenschutzes, des gegenseitigen Respektes und der Gleichheit aller Menschen - kurz: der politischen Korrektheit. Woher diese Political Correctness ursprünglich stammt, wes Geistes Kind ihre ersten Advokaten waren und weshalb die 'politisch Korrekten' in Wahrheit dem sogenannten Kulturmarxismus zum Opfer gefallen sind, haben wir in unserer Ausgabe Nr. 22 ausführlich dargelegt. Amerika, das Land der Freiheit, befindet sich ironischerweise bereits völlig in den Klauen jener modernen Gedankenpolizisten, die sich noch immer mehrheitlich aus linken und jüdischen Intellektuellenkreisen rekrutieren. Weitsichtige Mahner warnen, daß mit der politischen Korrektheit die Religiosität und Moral der westlichen Welt im allgemeinen und das Christentum im speziellen geschwächt werden sollen.

Obwohl der jüdische Einfluß in der amerikanischen Gesellschaft groß ist (vgl. ZS 25: 'Schalom, freies Amerika'), sind die Vereinigten Staaten ein christliches Land, was ihre Kultur betrifft wie auch den überwiegenden Teil ihrer Bevölkerung. Beobachtet man indes das Gebaren der politisch Korrekten, so könnten einen diesbezüglich ernsthafte Zweifel befallen - denn jeder offizielle, staatliche Hinweis auf Jesus oder das Christentum wird systematisch eliminiert. Eine kleine Auswahl von Begebenheiten, die sich in den vergangenen Monaten ereignet haben, soll aufzeigen, welch unglaubliche Blüten die Political Correctness in den USA treibt. Sie mögen uns Europäern als Warnung dienen:

  • In Hampton, Virginia, mußte das lokale Osterfest in 'Frühlingsfest' umgetauft werden.
     
  • Die Richterin Cheryl Aleman aus Florida wurde massiv kritisiert und angegriffen, weil sie sich öffentlich zum Christentum bekannt hatte.
     
  • Liberale Politiker kritisierten auch die US-Küstenwache, da diese das Datum ihrer offiziellen Schriftwechsel mit den Worten „Im Jahre unseres Herrn" festhält. Diese Floskel nimmt natürlich Bezug auf Jesus; deshalb wollte man die Küstenwache zwingen, künftig davon abzusehen. Doch die Verantwortlichen weigerten sich mit der Begründung, es bestünden Gerichtsentscheide, wonach die beanstandeten Worte keinen religiösen Gehalt mehr, sondern nur noch rein zeremoniellen Wert hätten.
     
  • Im vergangenen Jahr hatte der Oberste Gerichtshof ein Grundsatzurteil gefällt, welches in den Schulen das öffentliche Beten vor Rugbyspielen verbietet, weil damit gegen die Verfassung verstoßen und die Rechte der Atheisten verletzt würden. Ins gleiche Hörn bläst die New York Times: Das Vaterunser könne auf Nichtchristen bedrohlich wirken, ermahnt sie.
     
  • Die Schulbehörden von Saratoga Springs, New York, wollten allen Ernstes gerichtlich gegen ein fünfjähriges Mädchen vorgehen, weil es im Kindergarten regelmäßig ein Dankgebet spricht, bevor es sich über das Pausenbrot und die Milch hermacht. Als dies bekannt wurde, krebsten die Behörden allerdings zurück und meinten, das Kind dürfe weiterhin beten, wenn es dabei den Schulbetrieb nicht behindere oder seine Klassenkameraden innerlich aufwühle.

Schon der Schriftsteller C. S. Lewis bemerkte, die moderne Welt poche darauf, daß die Religion eine rein private Angelegenheit sei, damit man diesen Privatbereich so weit einschränken könne, bis praktisch nichts mehr davon übrigbleibe. Hinter der Maske der Gewaltentrennung von Staat und Kirche wird heute die Religion nach und nach aus dem Leben der Menschen verdrängt. Für den Westen bedeutet das den langsamen Verlust seiner christlichen Wurzeln und Werte.

Angeführt wird die amerikanische Bewegung der 'Politisch Korrekten' von der jüdischen Anti Defamanon League (ADL; vgl. Artikel: „Diffamierung ist Programm“). Der Journalist Vince Ryan benutzt deutliche Worte: „Die ADL ist der Ursprung für die Political Correctness, den Kulturkommunismus und die kulturelle Verzerrung in den Vereinigten Staaten."

Tatkräftig unterstützt wird sie von einer weiteren wohlklingenden Organisation: der American Civil Liberties Union (Union für die amerikanischen Zivilrechte), einfach ACLU genannt. Sie hat es sich zur primären Aufgabe gemacht, die amerikanischen Bürger vor dem Christentum zu schützen. So klagte die ACLU beispielsweise 2001 die Militärakademie von Virginia ein, weil dort seit 50 Jahren vor jedem Essen ein traditionelles Dankgebet gesprochen wird.

Kurz zuvor hatte die ACLU durchgesetzt, daß ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen USSoldaten aus einem öffentlichen Park entfernt werden mußte. Es hatte die Form eines Kreuzes. „Ein Kreuz stellt den christlichen Glauben über alle anderen Religionen", behauptete der ACLU-Anwalt Peter Eliasberg. Das, obwohl die überwältigende Mehrheit der im Ersten Weltkrieg Getöteten christlich waren und sich unter den Gefallenen nur 1,67 Prozent Juden befanden.

Auch die Schulen bleiben nicht vor den wachsamen Augen der ACLU-Mitglieder verschont: So mußte im vergangenen Jahr aus einem Schulkalender der Hinweis auf Weihnachten entfernt werden, weil die ACLU Klage angedroht hatte. An anderen amerikanischen Schulen wurden die Schüler gezwungen, alle christlichen Weihnachtsdekorationen zu entfernen, die sie auf ihren Schulbänken oder an ihren Wandschränken angebracht hatten. Zwei Kinder an einer Schule in Minnesota hatte man sogar disziplinarisch bestraft, weil sie es gewagt hatten, einen Sketch mit folgenden Worten zu beenden: „Wir hoffen, ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest!"

Nicht nur bei Klagen beläßt es die Jewish Defense League JDL (Jüdische Verteidigungsliga). Diese militante Organisation wurde 1968 vom extremistischen und später ermordeten Rabbi Meir Kahane aus Brooklyn gegründet. Ihr jetziger Anführer, Irv Rubin, wurde vor wenigen Monaten verhaftet, weil ihm und seinen Anhängern mehrere in den US A begangene Brandstiftungen und Attentate zur Last gelegt werden. Im Februar 2001 beschimpfte Rubin einen zum Christentum konvertierten Juden, der in Orlando, Florida, einen religiösen Themenpark eröffnet hatte. Jüdische Kreise warfen ihm vor, er wolle mit diesem Park Juden zum Christentum bekehren und Irv Rubin schäumte, er werde „die spirituelle Zerstörung des jüdischen Volkes nicht hinnehmen!"

Einseitige USMedien

Ganz in der Nähe von 'Ground Zero', wo einst die beiden Wahrzeichen New Yorks standen, verteilte kürzlich ein Amerikaner Flugblätter mit den Worten: „Amerika hat die Quittung erhalten für alles, was es den islamischen Staaten antut." Es dauerte nicht lange, und eine aufgebrachte Menschenmenge hätte diesen Mann beinahe gelyncht. Glücklicherweise wurde er rechtzeitig von der Polizei verhaftet  allerdings nicht zu seinem Schutz, sondern wegen 'Erregung öffentlichen Ärgernisses'.

Hier zeigt sich ein gewichtiges Problem der US A: Das amerikanische Volk ist im Großen und Ganzen jämmerlich schlecht informiert und nicht sonderlich gut gebildet. Eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie des National Center for Public Policy and Higher Education kommt zum Schluß, daß sich immer weniger Amerikaner eine Universitätsausbildung leisten können. Ein Collegeabschluß sei für viele Familien mit geringem Einkommen praktisch unbezahlbar geworden, heißt es in der Studie. Also müssen sich die meisten USBürger mit den staatlichen Grundschulen begnügen, deren Qualität in vielerlei Hinsicht mangelhaft ist.

Die Qualität der amerikanischen Massenmedien hingegen ist noch viel bedenklicher. Verglichen mit der Einseitigkeit amerikanischer Medien steht die europäische Presse beinahe mustergültig da das gilt vor allem für das Thema Nahost.

Nicht einmal jeder zweite erwachsene USBürger liest eine Zeitung. Und die TV-Nachrichtensendungen bringen je länger je weniger Auslandsnachrichten. Alles dreht sich nur noch um 'Celebrity, Sex and Crime' Prominenz, Sex und Verbrechen.

Hinzu kommt, daß die Massenmedien mittlerweile schattenhaften Interessengruppen gehören, die den publizistischen Einfluß für klar definierte politische Ziele einsetzen. Eines der jüngsten Beispiele hierfür ist der National Enquirer, das größte Boulevardblatt Amerikas. Es wurde von einem Konsortium übernommen, dem Roger Altman vorsteht, ein äußerst erfolgreicher Wall StreetBroker und Mitglied des Council on Foreign Relations. Altman ist bekannt als ein kompromißloser Israelbefürworter. Seine Mediengruppe besitzt neben dem Enquirer bereits alle anderen großen Boulevardblätter der USA, wie beispielsweise The Sun, The Globe und Weekly World News.

Letztlich bestimmt bei den Massenmedien der Geldbeutel die Politik. Das hatte auch Robert McChesney erfahren. Der Professor an der Universität von Illinois war lange Jahre selber Verleger. „Die USMedien gehören einer Handvoll riesiger Konzerne, die von einigen der reichsten Persönlichkeiten der Welt kontrolliert werden",

erklärt er. „Sie verdienen Milliarden, indem sie ein Produkt anbieten, das den Bedürfnissen der zweihundert größten Werbeagenturen dient." Es geht„also nicht in erster Linie um Wahrheit und Informationsvermittlung, sondern um schwarze Zahlen in den Bilanzen. So werden redaktionelle Beiträge dazu degradiert, die Rückseiten von Anzeigen zu füllen. Und diese einflußreichen Werbeagenturen mögen es gerade in den USA nicht, wenn Journalisten Israel kritisieren. Das mußte schon vor bald 40 Jahren die TimesHerald erfahren, welche in den 50er Jahren die größte Tageszeitung von Washington war. Doch 1954 wurde sie von der damals noch viel kleineren Washington Post übernommen. Weshalb? Weil die TimesHerald Konkurs gegangen war, nachdem sie mehrmals scharf die Politik des noch jungen Staates Israel kritisiert hatte  die meisten Anzeigen waren kurz darauf ausgeblieben.

Nicht nur Verlage werden bestraft, sondern auch Journalisten. Beispielsweise Ira Hansen. Er war das Zugpferd eines Lokalradios in Reno, bis er vor wenigen Monaten gefeuert wurde. Er hatte es in seiner Radiosendung gewagt, den Hardlinerkurs von Ariel Scharon zu kritisieren und nannte als Grund für den arabischen Antiamerikanismus die blinde USUnterstützung von Israel. Sofort wurde Hansen als Antisemit beschimpft, während jüdische Interessengruppen den Radiochef massiv unter Druck setzten und ihm mit einem totalen Werbeboykott drohten.

Nach seinem Rauswurf hatte Hansen Zeit, eigene Nachforschungen anzustellen: „Aufgrund meiner eingehenden Studien, wer wen besitzt, gibt es für mich keinen Zweifel, daß alle großen USMedienkonzerne im Besitz von Interessengruppen sind, die Israel massiv unterstützen. Dazu gehören beispielsweise ABC, CBS, NBC, Fox, Time, Newsweek, The New York Times, The Washington Post und US News & World Report."

Trotzdem bilden sich immer mehr Amerikaner langsam ihre eigene Meinung und die geht nicht konform mit dem Tenor in den Massenmedien. Eine Ende April 2002 durchgeführte GallupUmfrage zeigte, daß 71 Prozent der Amerikaner eine neutrale USPolitik im Nahen Osten befürworten. Sie sind dagegen, daß einseitig Partei für Israel ergriffen wird. Und 60 Prozent wollen gar jegliche Finanzhilfe an Israel aussetzen, bis sich die Israelis aus den besetzten Gebieten zurückgezogen haben. Müßig zu erwähnen, daß weder die New York Times noch die Washington Post auch nur ein Wort über die Umfrage verloren.

Konfliktherd Israel

Zur selben Zeit wurden auch die Juden Israels befragt. 60 Prozent meinten, man solle die arabischen Israelis ermuntern, das Land zu verlassen. 46 Prozent der Befragten würden es begrüßen, wenn man die Palästinenser aus den besetzten Gebieten vertreiben würde. 31 Prozent fordern gar die Deportation aller palästinensischen Staatsbürger Israels.

Für diese Haltung muß man ein gewisses Verständnis aufbringen. Schließlich ist es nicht leicht, als israelischer Jude in ständiger Angst vor einem Selbstmordattentat zu leben, nie zu wissen, ob das Kind noch lebend von der Schule nach Hause kommt oder der Besuch eines Cafes einen das Leben kosten wird.

Andererseits wird die mögliche Deportation der Palästinenser in israelischen Medien nun offen diskutiert. Baruch Kimmering, Soziologe an der Hebräischen Universität von Jerusalem, schrieb im März 2002 im israelischen Wochenblatt Hol Ha 'Ir. „Ich beschuldige Ariel Scharon, eine Eskalation des gegenseitigen Blutvergießens voranzutreiben. Ich beschuldige ihn, einen regionalen Krieg heraufzubeschwören mit dem Ziel, eine teilweise oder ganze ethnische Säuberung von allen Arabern durchzuführen, die im 'Lande Israels' leben." Zionistische Hardliner möchten alle Palästinenser nach Jordanien vertreiben. Diese Haltung spiegelte die Zeitung USA Today in einem Kommentar wieder: „Schafft eine große Trennung von Israel und siedelt die Palästinenser nach Jordanien um, wo 80 Prozent der Bevölkerung sowieso schon palästinensisch ist." Robert Fisk, scharfzüngiger NahostKorrespondent der britischen Zeitung The Independent, schrieb daraufhin: „Umsiedelung ist ethnische Säuberung und ethnische Säuberung ist ein Kriegsverbrechen. Wenn amerikanische Zeitungen eine solche Lösung vorschlagen und Israelis diesbezüglich um ihre Meinung gebeten werden, was macht dann Slobodan Milosevic in Den Haag?"

Der israelische Schriftsteller Israel Schamir sagte im letzten Jahr: „Die Vorstellung eines ausschließlich jüdischen Staates ist ebenso falsch wie die Idee eines ausschließlich arischen oder weißen Staates." Deshalb müsse in Israel eine demokratische Lösung her, die allen Gleichheit vor dem Gesetz garantiere. „Es ist ebenso im Interesse der Amerikaner, wie der Juden und der Nichtjuden, daß gegen Israel ein umfängliches Embargo ausgesprochen wird." Prophetische Worte, gesprochen vier Monate vor dem Anschlag auf das World Trade Center.

Der israelische Dissident erklärte weiter: „Die Israelis werden vom Kindergartenalter an gehirngewaschen. Sie werden gelehrt, daß sie zum Auserwählten Volk gehören und die Gentilen [Nichtjuden] nicht gleichwertig sind." Deshalb müßten Palästinenser, Christen und Moslems in Israel dieselben Rechte haben wie die Juden, fordert Schamir. „Wenn jüdischer Besitz heilig ist, muß auch nichtjüdischer Besitz heilig sein. Wenn jüdisches Leben heilig ist, muß dies auch das Leben eines Nichtjuden sein. Wenn ein Jude sich überall niederlassen kann, muß das auch ein Nichtjude dürfen."

Von einem Palästinenserstaat neben Israel hält der streitbare Pazifist indes wenig. Dies sei bloß Teil eines Kolonialplanes und würde dazu führen, daß ein völlig verarmtes Palästina billige Arbeitskräfte für die israelischen Fabriken bereitzustellen hätte. „Es gibt eine einfache Lösung, wie der gordische Knoten endloser Verhandlungen durchschlagen werden kann gebt den Palästinensern das Wahlrecht, gebt den ursprünglichen Einwohnern Israels die vollen Bürgerrechte."

Das aber wäre nicht nur der Todesstoß für Scharons zionistische Träume von Erez Israel (Großisrael), sondern auch das Ende des heutigen jüdischen Gottesstaates. Daniel Schwartz, Professor für jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität, erklärt: „Hinter der Verquickung von Religion und Staat verbirgt sich nämlich die Auffassung, daß der Staat Israel nicht nur ein Staat für die Juden, sondern ein jüdischer Staat ist, mehr noch: Ein jüdisches Land im religiösen Sinne. Das jüdische Gesetz kommt sozusagen zusammen mit dem Land. Für die Verfechter der Verbindung von Religion und Staat ist es fast eine Schande, neben dem Gesetz Gottes ein weiteres, nichtjüdisches Gesetz im Land zu akzeptieren. (...) Es geht hier wirklich um die Frage zweier Souveräne in einem Staat. Einer wird vom Volk gewählt und sitzt in der Knesset, der andere sitzt im Himmel und ist doch anerkannt. (...) In Israel berufen sich Rabbiner auf die Bibel und sagen, der himmlische Souverän ist auch auf Erden. Hier liegt der Konflikt begründet."

Die Stimme der Wahrheit

Doch es gibt Hoffnung: „Die Maschinerie des offiziellen jüdischen Establishments und das Verhalten von Israel widert viele Juden an." Dieser Meinung ist nicht nur Israel Schamir. Ein anderer jüdischer Dichter, Erich Fried, schrieb vor einigen Jahren schon: „In der Geschichte des Zionismus gab es natürlich auch gutgläubige Juden, die keine Verfolgung und Vertreibung der Palästinenser wollten. Aber es ist kein Zufall, daß in einer Bewegung, die für ihre nationalen und immer mehr nationalistischchauvinistischen Ansprüche die entsprechenden Bundesgenossen suchte, nicht diese wohlmeinenden, von Gerechtigkeitsgedanken erfüllten Juden, sondern immer mehr die bedenkenlosen Vollzugsgehilfen der großen Imperialisten an die Macht kamen."

Erstmals standen auch viele Amerikaner für die Rechte der Palästinenser auf. Im April 2002 demonstrierten in Washington und San Francisco hunderttausend Menschen gegen die Nahostpolitik der USA und gegen Scharons grausame Vergeltungsschläge. Darunter befanden sich auch viele jüdische Pazifisten.

Und in Israel verweigern inzwischen Tausende von Reservisten den Militärdienst in den besetzten Gebieten. Hunderte von ihnen sind für ihre Überzeugung ins Gefängnis gegangen. In der Ausgabe vom 27. Januar 2002 veröffentlichte die Zeitung Ha 'aretz eine Erklärung dieser Offiziere und Soldaten der israelischen Armee, worin unter anderem stand: „Wir werden nicht länger jenseits der 'grünen Linie' kämpfen für Absichten der Vorherrschaft, der Vertreibung, der Aushungerung und der Demütigung eines ganzen Volkes."

Man darf den militanten Zionismus eben nicht mit allen Juden gleichsetzen, obwohl Abe Foxman, Chef der Anti Defamation League, genau das möchte. „Kritik an Israel muß nicht unbedingt Antisemitismus sein", gab er am 8. Februar 2002 widerstrebend zu, „aber Antizionismus ist in jedem Fall Antisemitismus."  Da haben wir es: Die Zionisten versuchen mit allen Mitteln, sich hinter dem jüdischen Volk und seinem Leid zu verstecken, um damit einen Unantastbarkeitsstatus für ihre eigenen Verbrechen zu erlangen. Glücklicherweise gibt es immer mehr Juden, welche dieses üble Spiel nicht mehr tolerieren und ihre Stimme erheben. Ihnen kann man nämlich nicht gut 'Antisemitismus' vorwerfen.

Deshalb gaben elf orthodoxe Rabbiner aus New York am 20. April 2002 eine offizielle Erklärung ab, worin unter anderem geschrieben steht: „Die Welt steht unter Schock, während die in der Westbank begangenen Greueltaten in immer genaueren und erschreckenderen Details bekanntwerden. Bloße Worte reichen nicht aus, um den Schmerz zu beschreiben, den die ganze Menschheit angesichts der Not des palästinensischen Volkes fühlt. Seit mehr als hundert Jahren sind sie einem sorgfältig ausgearbeiteten Plan unterworfen, mit dem man sie von ihrem Heim und ihrem Land vertreiben will. Es gab eine Zeit, da verfolgte man dieses Ziel mit einer aggressiven Einwanderung. Später durch Krieg. Und schließlich durch wahnsinnige Zerstörung und Enteignung. Das ist, war und wird das kriminelle Ziel des Zionismus bleiben. Aber zu den größten Verbrechen dieser Bewegung gehört, daß sie behaupten, all dies im Namen des Judaismus und des jüdischen Volkes getan zu haben. Das ist eine üble Lüge. (...)

Glauben Sie bitte nicht, daß Sie mit der Unterstützung des zionistischen Staates auf irgendeine Weise dem jüdischen Volk helfen oder es beschützen. Im Gegenteil: Wenn Sie Israel helfen, weiterhin zu überleben, so unterstützen Sie das Töten von Juden und Arabern gleichermaßen. Sie begünstigen das weltweite Anwachsen des Antisemitismus. Wir flehen Sie an: Beenden Sie jegliche Unterstützung für Israel. Stoppen Sie alle Hilfe. Geben Sie kein Geld mehr."

 

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