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Radiophänomene

Die unmöglichen Radiophänomene

Aus: Johannes Lang "Das neue Weltbild der Hohlwelttheorie"
Erster Teil, S. 98-108

 

Der Kopernikanismus ist wie jeder Glaube in hohem Maße fortschrittsfeindlich. Der Glaube ist eben der natürliche Feind des Wissens, Denn das Wissen tötet den Glauben. Was man weiß, braucht man bekanntlich nicht auch noch zu glauben. Folglich bekämpfen die Hohepriester jeden Glaubens die Aufklärung und suchen sie mit allen Mitteln zu unterdrücken. Das Dogma von der konvexen Erdgestalt stand daher lange Zeit der Ausbreitung des Radio entgegen. Die Radiowellen sollen sich gradlinig ausbreiten und deshalb nicht um die konvexe Erdoberfläche herumlaufen. Dies war die These der kopernikanischen Wissenschaftler aus den Anfangszeiten des Radios.

Die Beobachtung ergab nun, daß man weiter als bis zum angeblichen Erdkrümmungshorizont senden konnte. Dies war aber immer noch notdürftig mit "Ablenkungen" zu erklären. Marconi gebührt das große Verdienst, dem Funkwesen die Bahn frei gemacht zu haben, indem er ohne Rücksicht auf die kopernikanische Idee einfach probierte, ob eine Verbindung zwischen Amerika und England zu schaffen war. Als wieder einmal die Beobachtung die knpernikanische Theorie widerlegte, half man sich mit der Heavisideschicht, die in etwa 100 Kilometer Höhe die Wellen zurückwerfen sollte, so daß sie im Zickzack zwischen dieser Schicht und der Erdoberfläche um die Erde herumliefen. Nun ist eine Spiegelung durch das Wasser der Meere schon nicht gut denkbar. Denn das Wasser verschluckt den größten Teil der Strahlen (wie beim Licht). Ebenso ist es auch bei den Radiowellen. Warum versenkt man denn die "Erdleitung" des Radioempfängers bis ins Grundwasser oder schließt sie an der Wasserleitung an? Weil das Wasser (mit etwas Salzgehalt) einer der besten Leiter ist. Warum konnte man mittels Radar Unterseeboote in großen Tiefen finden? Weil das Wasser die Radarstrahlen durchließ, das Eisen des Schiffskörpers sie aber zurückwarf] Um uns zu erreichen, müßten von Amerika ausgehende Radiowellen so oft gespiegelt werden, daß nicht eine Spur davon liier ankommen könnte, denn das Wasser hätte sie bald verschluckt. Man stelle sich nur einmal die sich ergebende feine Zickzack-Linie der Wollen vor. Das Verhältnis wäre eine Entfernung der Heaviside-Schicht von 1 Zentimeter von der Oberfläche einer Kugel mit 1,20 Meter Durchmesser!

Gegen die Heaviside-Schicht spricht auch noch die fein verteilte Materie in dieser Höhe. Dort ist kaum noch eine Spur von Luft! Die sogenannte F-Region soll eine Stärke von rund 500 Kilometern besitzen. Dort sollen die Atome "locker gelagert" sein [Man kann das Grün der Urwälder und das Gelb der Wüsten sich auf der Mondoberfläche spiegeln sehen, wenn der Mond ihnen genau  gegenüber steht. Die "Heaviside-Schicht" würde also diesen schwachen Schimmer zweimal durchlassen zweimal durchlassen, einmal auf dem Wege zum Mond und dann wieder auf dem Weg zurück. Übrigens ist auch dieses Phänomen kopernikanisch unmöglich. Stünde der Mond wirklich 384000 Kilometer entfernt, dann ergäbe der Hin- und Rückweg über 3/4 Millionen Kilometer. Der schwache grüne Schimmer wäre rund 600 Milliarden mal geringer als in 1 Kilometer Entfernung, weil das Licht bekanntlich im Quadrat der Entfernung .abnimmt. Obendrein würde noch der größte Teil von der Mondoberfläche verschluckt. Praktisch wäre es aber völlig zerstreut, bevor  es auch nur beim Mond ankäme. Die Astronomen schildern zwar das Phänomen, aber sie messen nicht, sie rechnen nicht und sie diskutieren auch nicht darüber. Dickes Phänomen gehört mit zu den Problemen, bei denen die Astronomen "vor einem Rätsel stehen".]. Wie könnten dann die Radiowellen reflektiert werden? Sie müßten doch geradezu darin verschwinden oder zerstreut werden. Höchstenfalls könnte nur ein ganz kleiner Bruchteil reflektiert werden [Alle Zahlen und Zitate zu den Radio-Phänomenen sind dem Aufsatz "Die Erforschung der Ionosphäre" von James L. H. Peck in "Harpers Magazine" (New York) entnommen. Deutsch von Franz Schönberger in "Neue Auslese" (zweiter Jahrgang, Nr. 1)].

Man schuf die gerichteten Wellen. Diese mußte man schief nach oben strahlen, und zwar desto steiler, je weiter der Zielort entfernt war. Hier half man sich, indem man diese Wellen durch die Heaviside-Schicht hindurch gehen ließ und eine zweite reflektierende Schicht in passender Entfernung annahm [Es handelt sich immer nur um Annahmen! Diese sind hinterher gerade auf Grund der Radiophänomene, die durch sie erklärt werden sollen, erst errechnet worden. Man setzte also an die Stelle des Beweises den bekannten "Zirkelschluß"]. Ich lasse nachfolgend eine Zeichnung aus dem erwähnten amerikanischen Aufsatz mit der Original-Erklärung folgen.

 

Zeichnung Nr. 26

Wie die Ionisierten Schichten als "Radio-Spiegel' wirken

Radiowellen bewegen sich geradlinig fort und folgen normalerweise nicht der Rundung der Erdkurve. Sie werden, wie Kugeln im Billardspiel, in einer Weise auf die lonosphärenschichten abgezielt, daß sie gerade so oft abprallen, um den beabsichtigten Empfangspunkt zu erreichen. Eine Chicago-New York-Sendung bedient sich der Schicht E (einmaliger Abprall); eine Los Angeles --> New York-Sendung erfordert zweimaligen Abprall von der Schicht F. Starke Radiorichtwellen können solcherart zwischen Himmel und Erde um die ganze Erdkugel springen.

Zeichnet man nun die Entfernungen und "Winkel maßstabgetreu auf, dann erhält man folgendes Bild:

Zeichnung Nr. 27

Die einfache Verlängerung des Sendewinkels führt in der Hohlwelt gradlinig (Richtstrahler) nach Los Angeles. Im kopernikanischen System führt diese Verlängerung nicht nach Los Angeles, sondern hinaus in den "unendlichen" Weltenraum. Da die Richtstrahlen aber doch in Los Angeles ankommen, so hilft man sich mit der Annahme eines zweimaligen Zickzackweges. Die Geometrie (Verlängerung des Sendewinkels und des gleichgroßen Empfangswinkels) ergibt zwangsläufig den Weg der Richtstrahlen unter Zugrundelegung obiger Annahme. Jetzt rechnet man die obere Grenze des Zickzackweges aus und sagt: Dort oben In 257 Kilometer Hohe muß sich eine "Appleton-Schicht" befinden, die den Richtstrahl reflektiert. So kam diese F2-Schicht ("hochwissenschaftlich") zustande. Nachts ändert sich der Sende- und Empfangswinkel. Genau entsprechend dieser Änderung wird. die F2-Schicht rund 100 Kilometer höher gelegt.

Jeder einzelne Sender für Richtstrahlen benötigt somit seine besondere "Schicht". Die Kopernikaner umschreiben diesen Sachverhalt schamhaft mit "... diese, alphabetisch mit D, E, F1, F2 bezeichneten Regionen bleiben keineswegs stabil, sondern ihre Höhe sowohl als ihre Dicke wechselt über verschiedenen Gegenden der Erdoberfläche ..." Mit letzterer – rein willkürlichen – Annahme kann man dann mehrere Sender (die aber einigermaßen voneinander entfernt sein müssen) unter "einen Hut" bringen. Die gewählte Schicht liegt dann gerade an der Sendestelle höher oder niedriger, je nachdem, wie man´s braucht.

Diese Zeichnung ist nun sehr aufschlußreich. Dieselben Winkel, die – Gradlinigkeit der Radiowellen angenommen – auf der konvexen Erdoberfläche (kopernikanisch) den Zickzackweg zwischen New York und Los Angeles ergeben, verbinden beide Städte in einer annähernd geraden Linie, wenn man sie innen an die konkave Erdoberfläche (Hohlwelt) anlegt.

Die gerichteten Wellen sollen gradlinig verlaufen. Was ist nun einfacher und logischer: Die Annahme, daß die Winkel, die sich aus der Annahme einer konvexen Gestalt der Erdoberfläche ergeben, zu der Annahme der physikalischen Unmöglichkeit einer F2-Schicht und zu der Annahme von Zickzackwegen der Radiowellen zwingen oder die selbstverständliche Folgerung, daß die Gradlinigkeit der gerichteten Wellen auch eine annähernd gerade Linie zwischen Sende- und Empfangsort ergeben muß.

Wenn sich diese gerade Linie ergibt – und dies ist der Fall –, dann können wir nicht außen auf einem Erdplaneten leben, sondern müssen auf der inneren (konkaven) Oberfläche einer Hohlkugel wohnen. Trotzdem nenne ich diese Tatsache nicht einen "Beweis". Als strenger Logiker lasse ich keinen optischen oder sonstigen Strahlenbeweis für oder gegen irgendein Weltbild gelten. Denn der Nachweis, daß sich der für die Messung verwandte Lichtstrahl in dem betreffenden Fall nicht gekrümmt hat, ist in keinem Fall zu erbringen. [obwohl bei Krümmung ja auch wieder die Hohlwelttheorie bewiesen wäre! P.M.] Auch in obigem Beispiel findet eine Krümmung des Lichtstrahls statt, die allerdings nur gering ist, weil die Wellen "gerichtet" sind. Immerhin ändern sich die Winkel sowohl am Sende- als auch am Empfangsort im Laufe von 24 Stunden. Die Radio-Wissenschaftler müssen deshalb ihre "Appleton-Schicht" (F2-Schicht) von 257 km Höhe am Mittag auf 354 km um Mitternacht verlegen. Diese erstaunlich "exakten" Zahlen ergeben sich nur durch den Zwang, die Höhe der untersten Grenze der angeblich spiegelnden Schicht mit den gemessenen Winkeln in Einklang zu bringen, ohne dabei die Gradlinigkeit des Lichtstrahls aufzugeben. Muß man den Sendewinkel nachts vergrößern (steiler nach oben richten), dann bedeutet dies kopernikanisch ein "Aufsteigen" der "Appleton-Schicht" um beinahe 100 Kilometer. Dieses "Aufsteigen." ist aber eine bloße Annahme und nicht etwa ein Beobachtungsresultat. Beobachtet wurde nur eine notwendig werdende Änderung des "Sendewinkels". Daraus errechnete man hinterher ein "Aufsteigen" der "Appleton-Schicht" von 257 km auf 354 km.

In der Hohlwelt entspricht das "Herabkommen" der Appleton-Schicht einer Krümmung des Richtstrahls von der Sonne fort zur Erdoberfläche hin (Tag). Umgekehrt steigt die Appleton-Schicht angeblich nachts weiter hinauf (kopernikanisch), während doch nur die Verbindungslinie zwischen New York und Los Angeles (in der Hohlwelt) nachts gradliniger verläuft, weil die nach außen (zur Erdoberfläche hin) strahlende Sonnenkraft die Radiowellen eine Kleinigkeit in dieser Richtung ablenkt. Dadurch wird die gerade Verbindungslinie zwischen Sende- und Empfangsort (Sehne des Erdkreises) am Tage leicht durchgebogen. Die Kopernikaner stellen die entsprechende Verkleinerung der Sende- und Empfangswinkel fest und behaupten einfach, ihre reflektierenden "Schichten" wären gerade so viel "heruntergekommen", wie es der Änderung der Winkel entspricht. Man zäumt also das Pferd beim Schwanze auf! Man rechnet sich zuerst unter Zugrundelegung der beobachteten Winkel aus, wie hoch die Schicht sein müsse, wenn die von vornherein auf kopernikanischer Basis ausgedachten Wege der Richtstrahlen die beobachteten Winkel ergeben sollen und behauptet dann mit dem Brustton der Überzeugung: Weil da oben eine reflektierende Schicht ist, gehen die Radiowellen diese Wege. Dies ist der in der Wissenschaft sonst so verpönte Zirkelschluß in reinster Form. Die Suggestivkraft des Kopernikanismus ist eben derart groß, daß sogar alterfahrene Wissenschaftler wieder "Jugendsünden" begehen und einem Zirkelschluß aufsitzen. Mögen sie sich bei den Astronomen für diesen Reinfall bedanken.

Wenn die Wege der Radiowellen in dem oben geschilderten kopernikanischen Sinne verlaufen, dann darf man sie logischerweise auf der Erdoberfläche nur in der Gegend von Los Angeles und in der Mitte zwischen New York und Los Angeles empfangen können. An letzterem Ort müßten sie sogar bedeutend stärker als in Los Angeles einfallen. Warum ermittelt man diesen Ort nicht und nimmt Messungen vor? Für einen Flieger könnte dies nur eine Arbeit von einigen Stunden sein. Ich bin überzeugt, daß man dies bereits getan, aber nichts gefunden hat. Wie immer, legt man dann das Problem als "noch rätselhaft" zur Seite und spricht nicht mehr davon [Nur ganz nebenbei bemerkt: Wie ist das nun, wenn der Ort der Erdoberfläche, der die Wellen reflektieren soll, nicht ganz eben ist? Treffen die Wellen gerade auf die Ostseite eines Berges auf, dann müßten sie ja nach New York zurück reflektiert werden (Radar-Prinzip)].

Der Weg der gerichteten Wellen geht von New York nach Los Angeles anstandslos durch die E-Schicht hindurch, die Wellen von New York nach Chicago werden dagegen von ihr reflektiert. Beide sind eben nicht real existierende Annahmen, hervorgegangen allein aus der Rechnung. Wenn die Erdoberfläche konvex gekrümmt wäre, dann müßten reflektierende Schichten existieren. Sonst könnten die Wellen nicht "um die Ecke herum" kommen.

Die gemessenen Sende- und Empfangswinkel erfordern für jeden Sender eine besondere reflektierende Schicht [Den Richtstrahl Chicago-Los Angeles hat der Zeichner wohl eigenmächtig aus Gründen der Symmetrie in das Bild eingefügt. Er hielt natürlich die F2-Schicht für eine Realität und glaubte als guter Logiker, es müsse diese Schicht doch für alle Entfernungen gelten. In dem ganzen Artikel ist die Strecke aber nirgends erwähnt und m. W. existiert auch kein Richtstrahler von Chicago nach Los Angeles]. Denn die Sende- und Empfangswinkel entsprechen in ihrer Verlängerung immer annähernd der geraden Linie (Sehne des Erdkreises in der Hohlwelt) zwischen Sende- und Empfangsort. Je nach der Entfernung der beiden Orte muß daher eine höhere oder niedrigere "Schicht" angenommen werden. Ergeben sich beispielsweise für einen Sender in Australien andere Werte für die Schichten, dann herrschen dort eben andere physikalische Bedingungen, Man hilft sich auch durch die Annahme mehrmaliger Reflexion, um nicht allzu viele verschieden hohe "Schichten" zu bekommen.

Selbst wenn die Hohlwelttheorie nicht über den exakten Messungsbeweis der konkaven Krümmung der Erdoberfläche verfügen würde, so müßte ihrer Erklärung – wenn man die Grundsätze der Wissenschaftlichkeit nicht verletzen will – der Vorzug gegeben werden. Denn nach diesen Grundsätzen muß die einfachere Erklärung bevorzugt werden.

Die Hohlwelttheorie erklärt die Wege sämtlicher Richtsendungen " ohne jede Ausnahme einheitlich als die Sehne des Kreisbogens zwischen Sende- und Empfangsort – der kürzesten Verbindung beider Orte. Die gemessenen Sende- und Empfangswinkel selbst ergeben in ihrer Verlängerung diese Wege.

Der Kopernikanismus braucht die Hilfsannahmen von für jeden einzelnen Sender anderen Zickzackwegen und für jeden Sender verschieden hohe reflektierende Schichten.

Wird man die wissenschaftlichen Grundsätze beachten, wenn man sie zugunsten der Hohlwelttheorie anwenden müßte? Man wird sie nach wie vor zugunsten des Kopernikanismus mißachten!

Alle geistige Spekulation beruht auf der Ausfüllung von Lücken in der Gedankenreihe, die sich bei der systematischen Verbindung von Beobachtungstatsachen ergibt, durch bloße Folgerungen - also Annahmen. Denn der Denker gibt sich mit dem notwendigerweise immer Stückwerk bleibenden wirklichen Wissen nicht zufrieden. Er will ein Ganzes - eine vollständige Theorie, die das noch Unbekannte aus dem bereits Bekannten "erklärt". Gegen dieses Verfahren ist solange nichts einzuwenden, wie man sich bewußt bleibt, was Beobachtungstatsache und was Hypothese ist. Gradlinigkeit des Lichtstrahls (in vertikaler Richtung) wurde noch niemals beobachtet, eine konvexe Krümmung der Erdoberfläche noch niemals gemessen. Diese vermeintlichen Beobachtungstatsachen sind in Wirklichkeit reine Hypothesen. Diese legt man dann Messungen zugrunde und zieht Folgerungen daraus, als ob es sich um durch frühere Messungen gesicherte Beobachtungstatsachen handeln würde. Der Strahlenforscher glaubt nur, die Gradlinigkeit der Lichtstrahlen und die konvexe Erdkrümmung wären gesicherte Forschungsresultate. Wenn er die Winkel seiner Strahlen zur Erdoberfläche mißt, so wird er sich gar nicht bewußt, daß auch letztere dann einen Teil seiner eigenen Messung darstellt und er als Wissenschaftler die Pflicht hätte, erst einmal zu messen, ob seine Winkel außen oder innen anliegen, bevor er die Werte der Winkel in seine Rechnungen einsetzt und Schlüsse daraus zieht. Weil er hier seine Pflicht als gewissenhafter Forscher vernachlässigt , deswegen - und nur deswegen - kommt er so oft zu wahrhaft grotesken Resultaten. So hat man in großen Höhen Versuchsballons mit Sprengstoffen zur Explosion gebracht und den Verlauf der Schallwellen gemessen. Sie verliefen nicht gradlinig. Der Löwenanteil der Abweichung wird nun nicht durch eine Ablenkung erfolgt sein, sondern seine Ursache in der Messung des Einfallswinkels des Schalles an der vermeintlich konvexen Erdoberfläche gehabt haben. Nach Meinung der Forscher mußte es sich aber um eine Ablenkung durch verschiedene warme Luftschichten handeln. Sie errechneten auf Grund dieser Annahme riesige Temperaturen in großer Höhe. Ich zitiere aus dem bereits erwähnten Aufsatz über die Ionosphäre:

"Im Gegensatz zu der weitverbreiteten Auffassung der Laien, ist die Atmosphäre keineswegs bis in die höchsten Schichten hinein kalt, sondern beginnt oberhalb der Ozonschicht immer heißer zu werden. Um was für Temperaturgrade es sich handelt, wird sich erst mit Hilfe der Registrierinstrumente in den Raketengeschossen genau feststellen lassen; aber nach vorliegenden Schätzungen erreicht die Temperatur in der Höhe von etwa 193 km bereits 100 Grad, was also dem Siedepunkt des Wassers entspricht. Nach gewissen, freilich nicht allgemein anerkannten Schätzungen soll die Temperatur in einer noch etwa 56 km höher gelegenen Schicht sogar 1000 Grad betragen."

Man sagt also nichts von Annahmen, sondern stellt diese dem Leser als gesicherte Tatsachen hin, die eben nur noch "im Gegensatz zu der weitverbreiteten Auffassung der Laien" stehen. Also sind sich die Fachleute wieder einmal einig. Vor allem darüber, den armen "Laien" mit Annahmen zu verblüffen, die ihm als "Wissen" vorgesetzt werden. Die Kenner der Hohlwelttheorie aber staunen nicht darüber, wie herrlich weit es die Wissenschaft wieder mal gebracht hat. Sie wundern sich noch nicht einmal darüber, daß man in 193 km Höhe sein Wasser ohne Feuer kochen kann. Sie fragen sich bloß, wie man diese "Erkenntnisse" mit den übrigen existenznotwendigen Behauptungen des kopernikanischen Systems, wie z. B. den 273 Grad kalten Weltenraum und der Kälte an den Polen (die doch im Laufe des Jahres mehr Sonnenbestrahlung erhalten als der Äquator) in Einklang bringen will. Die 100 Grad Hitze wären doch im Nu in dem 273 Grad kalten Weltenraum abgestrahlt.

Zeichnung Nr. 28

Alle Messungen der Winkel von Strahlen zur vermeintlichen konvexen Erdoberfläche müssen groteske Resultate (bzw. Schlußfolgerungen daraus) erbringen. Denn die Erdoberfläche steht in der Zeichnung bzw. Rechnung des Wissenschaftlers als Mittellinie zwischen zwei gleichgroßen Winkeln. Wenn er sich für den Konvexwinkel entscheidet, so ist dies ein reiner Willkürakt. Er gibt dieser dann ein grotesk unsinniges Resultat, so sollte er es eigentlich doch auch einmal mit dem Konkavwinkel probieren [Wenn man die Winkel der Inklinationsnadeln (Magnetnadeln) mit der Erdoberfläche als Konvexwinkel betrachtet, dann ergeben sich die unglaublichsten Stellungen. Eine Nadel am Äquator zeigt mit ihrem Pol nach Norden. Auf dem Wege dahin (etwa mit einem Schiff) schlägt sie nach und nach einen Purzelbaum und zeigt am Nordpol mit ihrem Nordpol nach Süden ! Betrachtet man dagegen die verschiedenen Stellungen als Konkavwinkel, dann ergeben sich überall auf der Erde untereinander parallel stehende Nadeln. Sie stehen sämtlich parallel zur Erdachse in Nord-Süd-Richtung (abgesehen von den lokalen Ablenkungen durch Eisenlager in der Erdrinde) und behalten diese Stellung bei, einerlei, wie man sie auch auf der Erdoberfläche hin- und herbewegt. Was sie anzeigen durch die Winkeländerung bei Ortsveränderungen, das ist eben die Aufwölbung der Erdoberfläche zur Hohlkugel. Die Inklinationsnadel zeigt uns auf, welchen Winkel die konkave Erdoberfläche am Beobachtungsort zur Erdachse bildet.

Die Konvexwinkel ergeben eben überall grotesken Unsinn. Die Konkavwinkel dagegen einfache, klare, durchsichtige Verhältnisse. In den früheren Auflagen meines Werkes "Die Hohlwelttheorie" habe ich das Problem des Magnetismus und der Inklinationsnadel von allen Seiten ausführlich an Hand von Zeichnungen erklärt. Die Kopernikaner mußten dazu schweigen! Warum müssen die Kopernikaner zugeben, nicht zu wissen, was Magnetismus eigentlich ist? Weil die mögliche Erklärung den Kopernikanismus widerlegen würde. Die Kenner meines Werkes "Die Hohlwelttheorie." vermögen jederzeit zu sagen, was Magnetismus ist! Nur Kopernikaner können dies nicht!] Dann käme er schnell zur richtigen Erkenntnis. Ein objektiver Forscher dürfte von den beiden Winkeln überhaupt keinen willkürlich auswählen, sondern müßte denjenigen von ihnen nehmen, der allein durch Messungen gesichert ist, und dies ist der Konkavwinkel (Prof. Morrow). Dazu wäre aber geistige Freiheit des Forschers nötig. Er müßte den Kopernikanismus aufgeben. Dies will er nicht. "Denn die Mehrzahl der Menschen liebt einen beglückenden Wahn mehr als eine enttäuschende Wahrheit", sagt Professor der Philosophie Dr. Eduard Röth in seinem begeisternd großartigen Werk "Die Geschichte unserer abendländischen Philosophie [Mannheim, 1862]. Die Wahrheit ist aber für den Ko-pernikaner mehr als enttäuschend. Sie bedeutet den völligen Zusammenbruch seiner Lebensarbeit, eine Entwertung der vorhandenen Bücher des Gelehrten und der bereits vorliegenden Vorarbeiten für neue. Er müßte von vorn beginnen und fühlt sich obendrein noch vor seinen Schülern und der Öffentlichkeit geniert, wenn er das, was er sein Leben lang mit dem Brustton der Überzeugung gelehrt hat, nun mit einem Male selbst für falsch erklären soll. Die durch die Ereignisse von vielen Jahrhunderten belegte Unterdrückung der Wahrheit durch die jeweiligen Autoritäten findet wohl auch hierin eine Erklärung. Es war und ist ein Unglück, für den Fortschritt, daß in der Wissenschaft die zwei unvereinbaren Gegensätze, Forscher und Lehrer, nicht streng getrennt sind. Der Forscher soll ein ewiger Zweifler sein, denn einzig und allein der Zweifel am Bestehenden ist die Ursache des Fortschritts. Der Lehrer (Professor) dagegen muß von der Richtigkeit des Bestehenden zutiefst überzeugt sein und das Bestehende verteidigen. Im Kampf zwischen Forscher und Lehrer (Professor) muß sich dann die Wahrheit erweisen. Wo aber ist der Richter, vor dem beide ihre Argumente vorbringen und ihren Kampf austragen, können? Sogar der Boxkampf hat seine Regeln und Schiedsrichter, die für Fairneß sorgen. Bloß im geistigen Kampf ist der Forscher schutzlos allen unfairen Machenschaften der Professoren ausgesetzt und es gibt keine Schiedsrichter. Man denke nur an Schleich. Als dieser große Arzt und Mensch die Methode der von ihm erfundenen lokalen Schmerzbetäubung dem Ärztekongreß in Berlin vortrug, stellten die anwesenden Autoritäten einfach fest (durch Abstimmung!), daß eine lokale Schmerzbetäubung "nicht möglich" sei und wiesen den unbequemen Neuerer aus dem Saal. Es dauerte dann noch über zehn Jahre, bis die Methode Schleichs (über Amerika!) in Deutschland Eingang fand. In dieser Zeit starben noch viele Menschen "in der Narkose", bei denen keine notwendig gewesen wäre, wenn die Autoritäten (Lehrer, Professoren!) sich nicht stur geweigert hätten ... durch das Fernrohr des Galilei zu blicken? Nein, das letztere war bloß eine Analogie. Sie weigerten sich nur ebenso wie die einstigen Professoren von Padua, vorgelegtes Tatsachenmaterial zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen, obwohl die Prüfung in diesem Falle nur fünf Minuten in Anspruch genommen hätte. Ich bin nicht besonders boshaft veranlagt, doch würde ich es den Herren gegönnt haben, wenn sie ihr Zahnarzt, dem sie die schmerzbetäubende Spritze vorenthielten, auch mal ordentlich den unnötigen Schmerz hätte fühlen lassen. Denn durch ihr Verhalten mußten noch zehn Jähre lang viele Menschen unnötig sterben und ungezählte Menschen unnötige Qualen beim Zahnziehen ausstehen.

Von der Wissenschaft hat die Hohlwelttheorie nichts zu erwarten. Man hat mir über 25 Jahre die Prüfung meines Beweismaterials verweigert und ich werde vermutlich - wenn nicht ein Wunder geschieht - ins Grab sinken, ohne eine Prüfung zu erreichen. Dies soll mich aber nicht abhalten, so lange ich lebe, immer wieder von neuem eine ernsthafte Prüfung meines überreichen Beweismaterials zu verlangen. Die Professoren, die sich weigern, Beobachtungstatsachen (Messungsergebnisse) zur Kenntnis zu nehmen, haben das Recht auf den Namen Wissenschaftler verwirkt. Auch dieses sage ich ihnen immer wieder - mit unbezweifelbarem Recht. Meine Hoffnung ist die Jugend, die noch Ideale hat und sich für die Hohlwelttheorie begeistern wird. Diese Jugend wird mir folgen und die in ihrem Glauben befangenen Kopernikaner verlassen. Viele Tausende von Zuschriften beweisen es mir.

Wenn aber einmal nachgemessen wird, dann muß die notwendige Fairneß gesichert sein.

Ich stelle als Wissenschaftler die Forderung, daß alle Messungen, die die Frage "Kopernikanismus oder Hohlwelttheorie" entscheiden sollen, von Anhängern beider Systeme kontrolliert werden müssen. Deshalb habe ich auch unermüdlich die Kopernikaner eingeladen, die Messungen der konkaven Erdform durch Prof. U. G. Morrow zu wiederholen und sich selbst zu überzeugen. Wenn nun - wie bei den Messungen von Prof. Morrow - jede einzelne Phase durch eine große Anzahl von Zeugen kontrolliert und protokollarisch festgehalten wird, wenn der ganze Beweisgang in jeder - auch der geringfügigsten - Einzelheit klargelegt ist, dann ist der Fachmann imstande, sich aus dem ihm vorgelegten Material ein Urteil zu bilden. Die Kopernikaner haben dies auch getan. Sie sind zu dem Schluß gekommen, daß auch eine von ihnen selbst vorgenommene Messung zugunsten der Hohlwelttheorie ausgehen müsse. Deshalb weigern sie sich, die Messungen von Prof. U. G. Morrow zu wiederholen. Im dritten Reich taten sie die Angelegenheit verächtlich als "Amerikanismus" ab. Damals und heute weigern sie sich, die Messungsresultate überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Prof. Dr. K. Graff glaubte sogar, daß es mit seinem Ruf als Wissenschaftler vereinbar sei, so zu tun als ob ich den amerikanischen Professor U. G. Morrow und seine Messungen zugunsten der Hohlwelttheorie frei erfunden hätte. Er hatte zwar nicht den Mut, dies mit dürren Worten zu sagen. Wie soll man aber die Behauptung sonst verstehen:

„Die Namen, die er (Lang) anführt, sind weder den Astronomen noch den Geodäten, noch den Geophysikern bekannt."

Hat ein solches Verhalten noch irgend etwas mit Wissenschaft zu tun?

P. A. Müller schreibt in seiner bereits erwähnten „Kritik der Hohlwelttheorie" sehr richtig:

"Die Hohlwelttheorie ist eben keine Sammlung philosophischer Betrachtungen, sondern ein wissenschaftlich durchgearbeitetes und in sich widerspruchsfreies Lehrgebäude, das sich aus gesicherten Einzelergebnissen der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen aufbaut und auf den Fundamenten exakter Messungen und Experimente ruht. Sie bietet also keine persönlichen Meinungen und verlangt keinen Glauben, sondern beruft sich auf wissenschaftlich einwandfreies Material und fordert nüchterne sachliche Prüfung.

Unter diesen Umständen ist es völlig falsch, die Hohlwelttheorie einfach totschweigen zu wollen oder gar zu hoffen, sie durch Beschimpfung ihres Schöpfers unmöglich machen zu können. Man erreicht mit solcher Taktik nur, daß die Anhänger der Hohlwelttheorie schließen:

„Die Schulwissenschaft schweigt, weil sie nicht antworten kann, weil sie den Beweisen und Belegen der Hohlwelttheorie nichts entgegenzusetzen hat, weil sie nicht in der Lage ist, das kopernikanische System zu verteidigen oder die Hohlwelttheorie zu widerlegen."

Die Vertreter des kopernikanischen Weltbildes erreichen also durch ihr Schweigen genau das Gegenteil von dem, was sie beabsichtigen. Und sie müssen es auch noch in Kauf nehmen, daß man ihnen Absicht und Verfahren als unfair und unwissenschaftlich nachträgt."

 

© 2000, 2007 PM.